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Computer gesperrt – Dateien verschlüsselt: So schützt du dich vor Ransomware

Harald Maidhof · 12. Januar 2017 · Kommentar verfassen

Erpressungssoftware verbreitete sich 2016 rasant. Dieses Jahr dürfte diese Bedrohung weiterhin zunehmen. Das Vorgehen: Mithilfe von Trojanern jubeln die Kriminellen ahnungslosen Nutzern Programme unter, die Dateien mit gängigen Formaten auf der Festplatte verschlüsseln. Um wieder an die Daten zu kommen, verlangen die Kriminellen hinter der Ransomware ein Lösegeld.

Anfang des Jahres machte die Ransomware Locky Schlagzeilen und legte sogar Behörden-Rechner lahm. In unserem Gebiet waren 3 namhafte Unternehmen betroffen, wie die Polizei berichtete.

Wie funktioniert Ransomware?

Ransomware sind Trojaner oder Krypto-Trojaner, also Schadprogramme, die sich in scheinbar harmlosen Dateien verstecken. Sie können in E-Mail-Anhängen, Software-Downloads oder auch in den Werbebannern von zwielichtigen Webseiten versteckt sein. Einmal aktiviert verschlüsseln sie die Dateien auf dem Rechner.

In Deutschland war laut einer Umfrage des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im April 2016 jedes dritte deutsche Unternehmen in den vergangenen sechs Monaten von Ransomware betroffen.

Wie kann man sich davor schützen?

Eine stets aktuelle Anti-Virussoftware ist obligatorisch und erkennt vielleicht den Schädling. Bei E-Mail-Anhängen ist Vorsicht angebracht: Kenne ich die Person, die mir diese Datei geschickt hat? Erwarte ich eine Rechnung von diesem Shop? Software sollte man möglichst direkt beim Hersteller herunterladen und nicht bei Drittanbietern. Besondere Vorsicht ist bei Download-Portalen geboten, die teure Software extrem günstig oder gar kostenlos anbieten. Das vermeintliche Angebot ist oft eine Falle. Darüber hinaus sollten regelmäßige Backups auf externen Datenträgern durchgeführt werden, so können von der Ransomware betroffenen Daten einfach wieder hergestellt werden. Diese Datenträger sollte man getrennt vom Rechner aufbewahren.

Grundlegend mehr Sicherheit

Die meiste Schadsoftware ist auf Windows ausgerichtet. Wer nicht unbedingt auf Windows angewiesen ist kann auf ein anderes Betriebssystem wie Linux oder Chrome OS umsteigen und kann beruhigt arbeiten. Wer mit gesundem Verstand so seine Internet-Aufgaben erledigt dürfte vor den Bedrohungen gefeit sein.

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Über Harald Maidhof

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